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Jugendwohngruppe „M.O.V.I.E.“

Rechtliche Grundlagen 

§ 1 SGB VIII          Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe 

§ 5 SGB VIII          Wunsch- und Wahlrecht 

§ 8a SGB VIII        Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung 

§ 27 SGB VIII        Hilfe zur Erziehung 

§ 30 SGB VIII        Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer 

$ 34 SGB VIII        Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform 

§ 36 SGB VIII        Mitwirkung Hilfeplan 

§ 41 SGB VIII        Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung 

§ 42 SGB VIII        Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen

§ 42a SGB VIII Vorläufige Inobhutnahme von ausländischen Kindern und Jugendlichen nach         unbegleiteter Einreise

 

Leistung M.O.V.I.E.

 

Kapazität: 16 stationäre Plätze nach §34 und 41 SGB VIII, inklusive zwei Plätze nach §42 und 42a SGB VIII für Kinder und Jugendliche im Alter ab 8 Jahren 

Mit der Leistung M.O.V.I.E. bündeln wir unsere Kompetenzen und Fähigkeiten, um für Kinder- und Jugendliche verschiedener sozialer und ethnischer Herkunft einen Ort der Sicherheit, Kraft und Ruhe zu schaffen, sowie gemeinsam mit ihnen und anderen Beteiligten individuelle zukunftsorientierte Perspektiven, aus Situationen der Unsicherheit, Orientierungslosigkeit und Existenzangst, zu entwickeln. Unsere Aufgabe sehen wir in der Vermittlung eines Menschenbildes, dass auf Respekt, Wertschätzung, Individualität und Gemeinschaft basiert. In diesem Rahmen schaffen wir Verständnis für ein wohlwollendes, kulturell vielseitiges und soziales Miteinander. Die Eckpfeiler dazu bestehen aus einer Gemeinschaft, in der ein Zusammenleben basierend auf Vertrauen und Nähe möglich ist und aus einem pädagogischen Konzept mit fachlich ganzheitlicher Ausrichtung, gestützt durch vielseitige Angebote im pädagogischen, sozialen und sozial-pädagogischen Bereich. Junge Menschen können in diesem vielseitigen Miteinander lernen, dass kulturelle und soziale Prägung sich ständig, je nach Lebenssituation verändern und durch Kommunikation, pädagogische und soziale Praxen und einem sicheren Bildungsstand immer wieder neu geschaffen werden.  

Die Einrichtung befindet sich in der Rudolf- Breitscheid- Straße 6 in 06110 Halle/Saale (Bereich: Innenstadt). Fußläufig können Straßenbahn- und Zuganbindung (Hauptbahnhof) in maximal 5 Minuten erreicht werden. Unmittelbar in der Nähe befinden sich die Praxen der Haus- und Fachärzte, Krankenhäuser sowie Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel und Bekleidung, sowie verschiedene Freizeitmöglichkeiten (u.a. Cinemaxx-Kino, Sportaktivitäten, Billardcenter, u.v.m.). Durch die zentrale Lage sind die jeweiligen Schulwege gut zu bewältigen.  

Die Kinder und Jugendlichen der Wohngruppe M.O.V.I.E. werden durch in der Nähe ansässige Hausärzte, wobei jeder seinen festen Hausarzt zugewiesen bekommt, behandelt. In den letzten Jahren haben wir uns ein Netzwerk zu Fachärzten, wie zum Beispiel: Zahnärzten, Kieferorthopädien, Orthopäden, Hautärzten, etc. aufgebaut. Sie werden von uns bei Erstvorstellung immer, ansonsten wenn gewünscht und bei Bedarf, begleitet. Häufig benötigen die Kinder und Jugendlichen psychologische/psychiatrische Behandlung. Bei Bedarf greifen wir auf das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ), die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP), niedergelassene Psychologen und Psychiater und speziell für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund das Psychosoziale Zentrum für Migrantinnen und Migranten (PSZ) zurück.  

Durch die zentrale Lage der Wohngruppe M.O.V.I.E. ist es den Kindern und Jugendlichen möglich Freizeitangebote extern zu nutzen. Jeder hat die Möglichkeit individuell seine Freizeit zu gestalten, ob beim Wassersport, beim Parcour, im Fitnessstudio oder in der Selbstverteidigung etc. Um das Gruppengefüge zu stärken stehen den Kindern und Jugendlichen der Wohngruppe M.O.V.I.E. eine Tischtennisplatte, ein Kicker und ein Boxsack mit Equipment zur Verfügung. Für die Stunden der Gemütlichkeit sind zahlreiche Gesellschaftsspiele, gestaltpädagogische Materialien, die häufig zur Anfertigung von Hausaufgaben genutzt werden, eine Playstation mit diversen Spielen vorhanden. Für spontane Aktionen wie Fußball, Volleyball, Handball, Federball etc. steht das Equipment zum Ausleihen für die Kinder und Jugendlichen zur Verfügung. Unmittelbar in der Nähe kann die Wohngruppe M.O.V.I.E. einmal wöchentlich eine städtische Turnhalle nutzen. Den Kindern und Jugendlichen steht es frei, die wöchentlichen Angebote zu nutzen und selbstbestimmt den Turnhallenalltag zu gestalten. Häufig wird die Turnhalle von ehemaligen Bewohnern genutzt, die wir zum Teil in der Nachbetreuung haben, so dass ein regelmäßiger Kontakt zwischen Kindern und Jugendlichen und den Betreuern bleibt. 

Einer der wichtigsten Bestandteile des Lebens, der Entwicklung und des Alltags für Kinder und Jugendliche ist die Schule, verbunden mit einem Abschluss, um im Anschluss eine Ausbildung beginnen zu können. Wir sind bestrebt dieses Fundament für jedes Kind und jeden Jugendlichen zu schaffen. Die Franckeschen Stiftungen, auf deren Gelände sich eine Grundschule, eine Gemeinschaftsschule, ein Gymnasium und eine Privatschule befinden, sind nur wenige Minuten zu Fuß entfernt. Es ist unser Anliegen, die optimale Schulform für unsere Kinder und Jugendlichen zu finden und demnach zu organisieren. Es bestehen enge Kontakte zu den Klassenlehrern, Koordinatoren und zur Schulleitung. Treten Probleme auf, werden sie auf kurzem Weg gelöst. Wir besuchen jeden Elternabend, jedes Elterngespräch und geben den Lehrern die Möglichkeit, sich ein Bild vor Ort in der Wohngruppe M.O.V.I.E. zu machen. Bei besonderen Schulwechseln steht uns das Landesverwaltungsamt hilfreich zur Seite; wir konnten mithilfe von Umschulungen bereits Erfolge erzielen. Für die berufliche Perspektive ist es wichtig ausreichende Praktika zu absolvieren. Ein Praktikum verleiht einen Einblick in den jeweiligen Beruf, so dass mancher Wunsch gefestigt oder ausgeschlossen werden kann. 

In der Wohngruppe M.O.V.I.E. lebten in der Vergangenheit parallel bis zu acht verschiedenen Nationen zusammen. „Andere Länder, andere Sitten“, wir standen vor den verschiedensten Herausforderungen – Essen, Religion, Kultur. Durch ein multidisziplinäres und kulturelles Team gelingt es uns, den Kindern und Jugendlichen ein harmonisches und respektvolles Zusammenleben zu ermöglichen. Um die anfänglichen Sprachbarrieren lösen zu können, arbeiten wir mit Ehrenamtlichen zusammen, die den Kindern und Jugendlichen gezielt beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützend helfen. 

 

Leistung M.O.V.I.E. G.O. 

Kapazität: acht stationäre Plätze nach § 34 und 41 SGB VIIII für Kinder und Jugendliche ab 16 bis 27 Jahren 

In Deutschland verlässt ein junger Mensch im Durchschnitt mit Mitte 20 seine Familie, um einen eigenen Haushalt zu gründen und in wirtschaftlicher Unabhängigkeit von seiner Herkunftsfamilie selbstbestimmt zu leben. Jugendliche, welche vor ihrem 18.Lebensjahr aufgrund von familiärer Instabilität oder anderen Störungen einen Teil ihres Lebens auf die Unterstützung im Kinder- und Jugendhilfesystem angewiesen gewesen sind, sind häufig mit der Vollendung des 18. Lebensjahres auf sich gestellt obwohl sie noch nicht selbstbestimmt ihr Leben gestalten können. Die Hilfe setzt an den individuellen Bedürfnissen des jungen Menschen an und wird so lange gewährt bis dieser/ diese eine eigenständige, selbstständige und selbstbestimmte Lebensführung wahrnehmen kann. Der Lebensweg dieser jungen Menschen ist meist geprägt von wenig stabilen privaten Netzwerken und geringen materiellen Ressourcen. Dies ist in vielen Fällen der Ausgangspunkt auf einem Weg zu höherer Anfälligkeit, für Wohnungslosigkeit, geringerer Bildungsqualifikation und einem erhöhten Armutsrisiko. Mit acht Plätzen in vier übereinanderliegenden 2-Raum-Wohnungen der Außenwohngruppe M.O.V.I.E. G.O. machen wir es uns zur Aufgabe junge Menschen in dieser Lebensphase zu begleiten und sie somit auf einem stabilen, selbstbestimmten und sicheren Weg in ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit zu unterstützen. Zusätzlich zu den eingangs erwähnten Gründen der Begleitung in die Selbstständigkeit kommen hier individuelle und soziale Benachteiligungen durch sprachlich bedingte Bildungshürden, die Residenzpflicht und das gänzliche Fehlen der Herkunftsfamilie als unterstützendes System. Gerade für diese jungen Menschen ist es wichtig, dass Hilfen nicht mit dem Erreichen des 18.Lebensjahres abgebrochen werden, sondern dazu beitragen, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft für alle jungen Menschen sicher zu stellen.  

 

Leistung M.O.V.I.E. O.K. 

Betreuungshelfer/ Ambulante Hilfen nach § 30 SGB VIII für Kinder und Jugendliche  

M.O.V.I.E. O.K. ist eine ambulante erzieherische Hilfe nach § 30 SGB VIII, ausgerichtet auf Kinder und Jugendliche. Diese werden bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen (unter Einbezug der Familie, wenn vorhanden) unterstützt. Das Ziel ist, Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien sowohl bei der Verbesserung ihrer alltäglichen Lebensbedingungen als auch hinsichtlich der Entwicklung der Be-/Erziehungsfähigkeit durch vielfältige beratende und praktische Maßnahmen zu unterstützen. Das Angebot kann schul- und hortergänzend sowohl für die Nachbetreuung nach einer stationären Unterbringung umgesetzt werden. 

Kernstück der Arbeit der sozialpädagogischen Einzelfallhilfe sind Beratungsgespräche und begleitende Unterstützungsangebote mit den Kindern und Jugendlichen, um alltagspraktische Hilfen anzuregen, zu vermitteln und den Umgang mit Ämtern und Behörden zu unterstützen/ stabilisieren. 

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Eltern/ Familienarbeit bzw. Gesprächs- und Beratungsangebote für andere Sorgeberechtigte oder Bezugspersonen.  

Insgesamt geht es in dieser Erziehungshilfe insbesondere um vier größere Zielstellungen: 

·   Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung des Kindes/jungen Menschen 

·  Hilfe zur Selbsthilfe durch Erschließung der familiären, sozialen und sozialräumlichen Ressourcen  

·   Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz und -verantwortung 

·   Unterstützung und Stärkung in bürokratischen Angelegenheiten

 

 

Kontakt 

VOLKSSOLIDARITÄT Saale-Kyffhäuser e.V.  

Niederlassung: Halle 

Jugendwohngruppe M.O.V.I.E. 

Leitung: Ulrike Grabe

06110 Halle / Saale

Tel.:        03 45 / 25 00 02 00

               03 45 / 68 49 21 95

               03 45 / 68 49 10 93

E-Mail:    ulrike.grabe@vs-sk.de

 

 

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Fliederweg 7
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Fax: 03 47 71 / 9 11 - 30

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